Adolph Kolping
Altes Bild der Mitteregasse
Fest
Eröffnung: LH Dr. Josef Pühruinger, Diözesanbischof Maximilian Aichern

Die Kolpingsfamilie Steyr stellt sich vor:

Bei der Gründung des Vereines am 22. Mai 1852 in der Margarethenkapelle neben der heutigen Stadtpfarrkirche von Steyr, war der Gründer der Gesellenvereine Adolph Kolping persönlich anwesend. Adolph Kolping wurde am 8. Dezember 1813 in Kerpen bei Köln geboren. Er starb am 4. Dezember 1865 in Köln.

Errichtet wurde das Kolpinghaus durch den katholischen Gesellenverein Steyr, heute Kolpingsfamilie Steyr. Zuvor waren die Unterkünfte: Gleinkergasse 30, Kirchengasse 6 und Gleinkergasse 20. Durch den starken Zulauf zum Verein und die starke Lehrtätigkeit wurden die Räumlichkeiten zu eng. 1887 wurde das Haus Sierningerstraße 56, ehemals Gasthof „Zum Blauen Bock“ erworben. Dieses Haus musste 1947 verkauft werden. Man hatte sich beim Einbau des „Colosseumkinos“ (Theatersaal) in den ehemaligen Gesellenvereins übernommen.

Das Kolpinghaus Mittere Gasse 19 wurde 1888 erbaut. Die Baugenehmigung stammt vom 19. März 1888, die feierliche Einweihung des Hauses erfolgte am 21. September 1888 durch Feldbischof und Zentralpräses aller Gesellenvereine der Monarchie Dr. Anton Gruscha, nach nur 6monatiger Bauzeit. (Gruscha wurde wenig später Kardinal und Erzbischof von Wien).

Das Haus Mittere Gasse 17 wurde 1913 gekauft, 1914 neu aufgebaut und mit dem Stammhaus verbunden. Der feierliche Festakt zur Einweihung musste wegen Beginn des 1. Weltkrieges abgesagt werden. Die finanzielle Grundlage für den Gesellenverein wurde vom Beginn 1852 weg durch Spenden und die Aufführungen der Gesellenvereinsbühne geschaffen. Ferdinand Schmidinger sen. war von 1887 bis 1938 Spielleiter der Gesellenvereinsbühne.

Ursprünglich diente das Haus neben der Unterkunft für wandernde Gesellen der Weiterbildung dieses Berufsstandes. Der Gesellenverein war bereits ab 1852 eine Art Volkshochschule in der sich die Vereinsmitglieder weiterbilden konnten. Es wurde neben Deutsch, Rechnen, Zeichnen, Naturgeschichte usw. auch Recht, Religion und Musik unterrichtet. Eine breite Freizeitbeschäftigung war das Theaterspiel.

1998 - 1999 wurde das Haus unter der Leitung von Dr. Alexander Kronsteiner und Herbert Schmidinger sen. generalsaniert. Die Arbeiten wurden durch die Baufirma ALPINE durchgeführt - die Bettenzahl auf 74 erhöht. Die Eröffnung des Studentenheimes war am 1. Oktober 1999. 

Für den Umbau des Kolpinghauses zum Studentenheim wurde an Dr. Kronsteiner und Herbert Schmidinger das „Goldene Kolping– Ehrenzeichen“ für Verdienste um das Kopingwerk verliehen. Der Kolpingsfamilie Steyr, als Trägerverein des Studentenheimes, wurde vom Magistrat der Stadt Steyr, für den vorbildlichen Umbau des Kolpinghauses Mittere Gasse 17-19, der „Steyrer Panther“ verliehen.

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